Craniosacrale Balance


Die Craniosacrale Balance ist ein Spezialgebiet der Osteopathie. Der Schädel besteht nicht, wie lange angenommen, aus einer einzigen festen Knochenmasse, sondern aus vielen einzelnen Schädelknochen die über die Schädelnähte beweglich miteinander verbunden sind. Neben dem Atem- und Blutpuls gibt es die Pulsation der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit als weiteren Rhythmus im Körper. Dieser verläuft über das Rückenmark vom Schädel (lat.: Cranium) bis zum Kreuzbein (lat.: os sacrum). Diese Pulsation lässt sich als minimale Ausdehnung der Schädelknochen oder auch im Bereich des Kreuzbeines als Wellenbewegung ertasten.

 

Als Ursache von Blockaden können vielfältige Auslöser genannt werden. Neben dem naheliegenden Unfall (Kopf angeschlagen, Zahnbehandlungen, Losreisen etc.) oder dem unpassenden Zaumzeug, können auch Infektionen, Stress oder bereits der Geburtsvorgang zu Blockaden führen.

 

Blockaden im Schädelbereich können sich als Kopfschmerzen äußern. Pferde zeigen diese unter anderem mit Kopfschlagen (Headshaking) oder Kopfscheu. Auswirkungen können sich aber auch als Rückenschmerzen manifestieren oder sich in Folge der gestörten Versorgung mit Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit negativ auf die Arbeit diverser Organe auswirken.

 

Ein weiterer Bestandteil einer craniosacralen Behandlung ist neben der Betrachtung des Schädels und der Wirbelsäule auch das Lösen von Verspannungen im Bereich der Diaphragmen (Thorax-Apertur, Zwerchfell, Becken). Besonders die Thorax-Apertur ist mit ihrer Lage Übergang Hals / Brustkorb sehr anfällig für Blockaden, sofern das Pferd zu vorhandlastig gearbeitet wird.